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Glossar

Audit Trail
Vollständiges Transaktionsprotokoll, das chronologisch jede Aktivität innerhalb des überwachten Systems aufzeichnet. Protokolliert werden Transaktionen bzw. Nachrichten von (Sub-)Systemen, Accounts (Rollen) oder Einzelpersonen (individuelle Freigabe).

.NET
Proprietäre Softwareplattform des Softwaregiganten Microsoft. Für die Software-Entwicklung im Umfeld der Windows-Betriebssysteme bietet .NET eine Laufzeitumgebung, eine Sammlung von Klassenbibliotheken sowie Dienstprogramme (Services).

Balanced Scorecard (BSC)
Die Balanced Scorecard wurde 1992 von den Harvard-Wissenschaftlern Robert S. Kaplan und David P. Norton vorgestellt. Obwohl es sich um ein Analyse und Darstellungswerkzeug handelt, geht diese Methodik von einer Strategie aus. Ausgehend von dieser Organisationstrategie werden kritische Erfolgsfaktoren (KEF) bestimmt und daraus mit Key Performance Indicators ein Kennzahlensystem (scorecard) abgeleitet. Die Messgrößen vermögen dabei den Erreichungsgrad der strategischen Ziele anzugeben. Die BSC ist ein Prozess bzw. eine Methode, die kontinuierlich angewandt werden muss, um Ziele und Zielerreichungen überprüfen zu können.

CSV
Character Separated Values: Eine Textdatei für Speicherung und Austausch einfach strukturierter Daten, beispielsweise im Produktionskontext.

Key Performance Indicators (KPI)
Key Performance Indicators (KPI) sind in der Betriebswirtschaftslehre Kennzahlen, die den Erfüllungsgrad zentraler Zielsetzungen oder kritischer Erfolgsfaktoren innerhalb einer Organisation anzeigen. Im MES-Kontext können beispielsweise Produktqualität oder Anlagenauslastung KPIs darstellen. Auch die Balanced Scorecard verwendet KPIs.

LIMS (Labor-Informations- und Management-System)
In business and administration, Key Performance Indicators (KPI) are classification numbers, which describe the degree of achievement or performance of central objectives or critical success factors within an organization. In the context of MES, KPIs might be e.g. product quality or capacity utilization. The Balanced Scorecard uses KPIs as well.

Manufacturing Execution System (MES)
Ein Manufacturing Execution System (auch Shopfloor System) ist laut Wikipedia ein prozessnah operierendes Fertigungsmanagementsystem. Oft wird der deutsche Begriff Produktionsleitsystem synonym verwendet. Im Gegensatz zur Ebene der reinen betriebswirtschaftlichen Produktionsplanung durch Enterprise Resource Planning-Systeme (ERP, vgl. z. B. SAP) sind MES direkt an die Shopfloor-Ebene angebunden und kontrollieren und steuern die Produktion in Echtzeit. Zu den Grundfunktionen gehören Betriebsdatenerfassung (BDE), Maschinendatenerfassung (MDE), Personaldatenerfassung, Produktionsfeinplanung, Qualitätsmanagement, gegebenenfalls Rezeptverwaltung und Labormanagement, Energiemanagement etc.
Als MES wird in der Regel ein Gesamtsystem bezeichnet, das den Bereich zwischen dem ERP der Unternehmensleitebene und dem eigentlichen Fertigungs- bzw. Produktionsprozess in der Fertigungs- bzw. Automatisierungsebene abdeckt. Anforderungen an MES im deutschen Markt werden beispielsweise durch die aufgabenbezogene VDI-Richtlinie 5600 und das NAMUR-Arbeitsblatt NA 94 beschrieben.
Die Fachgremien der Normierungsorganisationen MESA und ISA bemühen sich mit den Richtlinien ISA S95 (MES-Integration in Applikationsarchitekturen, vgl. www.isa-95.com) und ISA S88 (Prozessmodellierung) um die Standardisierung von MES.

MRO-Artikel
Maintenance, repair, and operating (MRO): Betriebsstoffe für Wartung, Instandsetzung oder Produktion, im Vergleich zu A-Artikeln wie Rohstoffen.

Objektorientierte Analyse (OOA)
Erste Phase der objektorientierten Erstellung von Software-Systemen. Anforderungen werden – meist in Form eines Pflichtenheftes – erfasst und ein projektspezifisches Objektorientiertes Analysemodell entwickelt.

Objektorientiertes Design (OOD)
An die Objektorientierte Analyse schließt sich das Objektorientierte Design (OOD) an. Hier wird das von der OOA gelieferte Modell verfeinert und unter Berücksichtigung der Anforderungen zu einem Systementwurf konkretisiert. Hier werden u. a. die Systemschnittstellen zu Benutzer oder Peripherie gestaltet.

Prozessindustrie
Die Prozessindustrie ist im Gegensatz zur überwiegend diskrete Produktionseinheiten kennenden Fertigungsindustrie durch kontinuierliche oder diskontinuierliche (z. B. batchorientierte) Prozesse gekennzeichnet. Die Ergebnisse dieser Produktionsprozesse werden also typischerweise nicht in Stückzahlen, sondern in Gewichts- oder Volumeneinheiten angegeben. Hierzu gehören beispielsweise die Branchen Chemie, Pharma, Erz- und Stahlgewinnung, Energie.

Systemanalyse
Bestehende oder geplante Systeme werden anhand eines zunehmend verfeinerten, aber abstrahierenden Modells betrachtet und untersucht.
In der (Industrie-)Informatik bezeichnet die Systemanalyse die einleitende Phase des Software-Herstellungsprozesses. In Modellen werden die Ausgangs- oder Ist- sowie die Soll-Situation beschrieben. Aus den Unterschieden ergeben sich mittelbar die Anforderungen an das zu erstellende System.

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